"Barriere II"

Die Kenntnis des Seins gibt es nur im interkulturellen Dialog. Ohne Zweifel nährt und bereichert die interkulturelle Kommunikation jede Kultur.
Nur die Synthese der Kulturen und der Mentalitäten hat der künstlerischen und geistigen Energie zu allen Zeiten einen starken Aufschwung gegeben. Für die künstlerische Schöpfung und für die Kenntnis der Kultur ist es unumgänglich Brücken zu schaffen, um  Räume zu verbinden und  Möglichkeiten zur Anerkennung und Entdeckung einer anderen Kultur, Ihres Charakters, ihre Ideen und Psychologie zu schaffen.
Der Prozess der interkulturellen Beziehungen zur Schaffung eines lebendigen, dynamischen Dialoges zweier sehr unterschiedlicher Kulturen, der Kazakhstans und Österreichs, hat in Form des Projektes „Vereinter Raum" im Herbst 2005 in Almaty (Kazakhstan) begonnen. Im Museum Umai hat die Ausstellung „Wechselwirkung“ unter der Mitwirkung der Künstler Kazakhstans und Österreichs stattgefunden.

Kazakhstan wurde von folgenden Künstlern vertreten:
Esdaulet Askar, Kaurambaeva Darya Zhuma, Kim Sergey, Kim Sviatoslav, Narymbetov Moldakul, Madanov Galim, Nuger Dinara, Kuvshinov Alexandr, Bazargaliev Kuanych.

Österreich von:  Stylianos Schicho, Niko Sturm, Michael Höpfner, Rudolf Steckholzer. Die Künstler Tonia Kos und Hartwig Walcher werden an der Fortsetzung von „Wechselwirkung“, die in Österreich unter dem Motto „BarriereII" stattfinden wird, teilnehmen.

Gemeinsam werden sie aktiv ein neues Informationsfeld mit dem Ziel der Überwindung der interkulturellen Kommunikationsbarrieren und Konfrontationen durch die Schaffung von Harmonie und gegenseitigem Verständnis, entwickeln.

In der Realisation von „Barriere 2“, Wien, Projektraum WUK 2006, legen alle Künstler eine feste, ideologische und künstlerische Basis und schaffen ein günstiges Klima zur Integration in einen vereinten kulturellen Raum. Das Projekt gibt einen Impuls und  eröffnet Möglichkeiten zur Überwindung von  Barrieren unserer Zeit im Euroasiatischen Raum überhaupt und in Europa insbesonders.

Das Ziel des Projektes „Vereinter Raum" ist es, ein offenes energetisches Feld zum Austausch von Meinungen, und Ideen und ihrer gemeinsamen Realisierung, zu schaffen. Das Projekt sieht den Besuch von einigen Künstlerateliers, das  Kennenlernen der Künstler, wie auch ihrer Persönlichkeit vor – dies ist eine ausgezeichnete Informationsquelle, die es ermöglicht das künstlerische Potential in der Schaffung von Kunstwerken zu beurteilen und auch die nationalen Traditionen und das alltägliche Leben besser zu erkennen.

Es is auch wichtig zu erwähnen, dass die Künstler Kazakhstans und Österreichs vor allem ihre individuellen Ansichten in der modernen Kunst vertreten und trotz der so engen Wechselwirkung im direkten künstlerischen Kontakt, die Künstler individuell und originell, unvergleichlich in ihren künstlerischen Ansichten und Ausdrucksformen bleiben. Durch die Teilnahme eines Künstlers an solchen Projekten entwickelt und vertieft er seine persönliche Erkenntnis des nicht einfachen Weges in der Kunst. Denn nur durch die Weiterentwicklung des Bewußtseins und die Erweiterung seiner Weltansichten, ist es dem Künstler möglich  ein ungetrübtes Verständnis der modernen Welt zuzulassen, sich nicht an allgemeinen Stereotypen zu orientieren  und seine Spuren in den Kunstwerken zu hinterlassen.

Mansurshon Kasakbaev , Kurator